Donges SteelTec erhält Auftrag für den Ersatzneubau der Talbrücke Thulba

Die Bietergemeinschaft Adam Hörnig GmbH und Donges SteelTec GmbH erhält den Auftrag für den Ersatzneubau der Talbrücke Thulba. Es geht um zwei Überbauten der Autobahnbücke der A7 zwischen Würzburg und Fulda im Streckenabschnitt AS Bad Kissingen/Oberthulba. Die Brücke mit einer Gesamtlänge von je 460 m, bis zu 53 m über Tal, überführt die A7 über die Thulba sowie über diverse Wald- und Wirtschaftswege.

Der Ersatzneubau, für die im Jahr 1968 fertiggestellte und nun abzubrechende, 7-feldrige Brücke, ist eine Stahlverbundbrücke, die längs eingeschoben wird. Die Stahlbautonnage beträgt insgesamt 6.000 Tonnen. „Wir sind sehr stolz, dass wir den Auftrag zusammen mit unserem langjährigen Partner, der Adam Hörnig GmbH, erhalten haben“, so Stephan Langer, Geschäftsleiter Brückenbau der Donges SteelTec GmbH. „Solche besonders herausfordernden Bauwerke sind unser Steckenpferd und wir freuen uns, an derart großartigen Brücken mitgestalten zu können.“ Bauherr ist das Autobahnamt Nordbayern, für das Donges SteelTec bereits die Talbrücke Heidingsfeld und Breitengüßbach bauen konnte. Der Bau startet im Herbst 2020; die Bauzeit wird mit rund sechs Jahren angesetzt.

Neue Eisenbahnüberführung über die Steinach: Montage verläuft erfolgreich

Mitte Mai begann die Montage der neuen Eisenbahnüberführung über die Steinach in Balingen. Zunächst wurde ein Traggerüst montiert, auf dem die neugefertigten Brückenteile abgelegt und verschweißt werden konnten. Nachdem die Fahrbahnplatten als erste Bauteile auf das Traggerüst gesetzt waren, wurden die beiden großen Fachwerkscheiben eingehoben. Dabei war die Montage nicht einfach, denn die 44 Meter langen Fachwerke mussten rückwärts unter der alten Eisenbahnbrücke angeliefert werden. Dies stellte sich schon allein aufgrund der geringen Durchfahrtshöhe als großes Problem dar: Die LKWs konnten nicht ganz unter der Brücke durchfahren. Die Lösung bestand darin, die langen Fachwerke mithilfe eines 700 Tonnen Krans unter der alten Bestandsbrücke anzuheben. Der Kran entlud also die LKWs, legte die Bauteile neben dem Traggerüst ab, richtete sie auf und hob die 64 Tonnen schweren Fachwerke auf das Traggerüst. Hierbei war besonders viel Feingefühl gefragt, da der Bahnbetrieb auf der Bestandsbrücke währenddessen nicht eingestellt wurde.

Nach dieser Montagephase wurde das Traggerüst komplettiert und im Anschluss noch die kleineren Fachwerkscheiben eingehoben. Aktuell wird die gesamte Brücke verschweißt und der Korrosionsschutz fertiggestellt. Die Arbeiten verlaufen termingerecht.

Im Anschluss an die Stahlbauarbeiten wird die alte Bestandsbrücke durch den Auftraggeber demontiert und die neue Brücke in ihre Endlage verschoben.

 

Donges SteelTec fertigt neue Brücke über die Rheinstraße

Darmstädter Oberbürgermeister besucht die Produktion

Darmstadt, Juni 2020.
Donges SteelTec ist mit der Produktion der neuen Brücke über die Rheinstraße in Darmstadt beauftragt. Das nahm der Darmstädter Oberbürgermeister Jochen Partsch zusammen mit Michael Kolmer vom Amt für Wirtschaft und Stadtentwicklung am 24. Juni zum Anlass für einen Besuch der Produktionshallen, während dessen mit Geschäftsführung und Betriebsrat über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen diskutiert wurde.

Als Darmstädter Traditionsunternehmen ist es eine besondere Ehre, die Brücken der eigenen Stadt zu bauen. Das spürten auch Oberbürgermeister Jochen Partsch und Michael Kolmer beim Besuch des fast 150 Jahre alten Unternehmens. Gerade entsteht dort die neue Darmstädter Rheinstraßen Brücke in 100%iger Präzisionsarbeit. Betriebsleiter, Dr. Peter Schäfer, erklärte in der Produktionshalle den beiden Vertretern der Stadt die besonderen Herausforderungen bei der Produktion der 318 m langen und 3 m breiten Stahltrogbrücke. Für die Stahlkonstruktion wurden 370 t Stahl verbaut. OB Partsch dazu: „Die Fuß- und Radwegebrücke über die Rheinstraße wird einen Engpass unter den Verbindungen im Darmstädter Westen, insbesondere zum Hauptbahnhof schließen. Das ist ein wichtiger Beitrag zur Mobilitätswende, für den wir uns lange eingesetzt haben. Umso erfreulicher, dass die Brücke ein echtes Produkt „Made in Darmstadt“ wird. Donges ist ein Leuchtturm-Unternehmen unserer Stadt und steht beispielhaft für den wichtigen produzierenden Kern des Darmstädter Wirtschaftslebens.“

Das Unternehmen konnte in letzter Zeit zahlreiche weitere Aufträge bzw. Submissionen gewinnen, wie z.B. die Submission zum Ersatzneubau der Talbrücke Thulba. Die Marktpräsenz und die Entwicklung, die das Unternehmen über die letzten Jahre vorweisen kann, würdigt auch der Besuch. Gerade in den aktuell unsicheren Zeiten, sind volle Auftragsbücher keine Selbstverständlichkeit.

Natürlich braucht es dafür auch Fachkräfte, die leider Mangelware geworden sind. Donges SteelTec sucht händeringend nach Ingenieurinnen und Ingenieuren, was trotz der Nähe zur Technischen Universität Darmstadt eine riesige Herausforderung ist. Deshalb investiert das Unternehmen in die Ausbildung eigener Mitarbeiter und wird in diesem Jahr insgesamt sechs Auszubildende beschäftigen.

Trotz der nationalen Ausrichtung des Unternehmens und der Zugehörigkeit zur internationalen Donges Group mit insgesamt fünf Unternehmen, gibt es eine große regionale Verbundenheit der zum Großteil sehr langjährigen Mitarbeiter. Man ist stolz auf die Aufträge in der Nähe und vor allem darauf, bei der Infrastruktur-Gestaltung der eigenen Heimat mitzuwirken. „Deshalb ist es uns sehr wichtig, uns regelmäßig mit den Vertretern der Stadt abzustimmen, um so gemeinsam die Herausforderungen der Zukunft anzugehen“, sind sich die Geschäftsführer Peter Brechtelsbauer und Frank Krauskopf einig.

Ercan Kaya, Gesamtbetriebsratsvorsitzender, hat bereits seine Ausbildung „bei Donges“ gemacht und brennt für jedes Projekt: „Wir lieben den Stahlbau. Für uns ist jede Konstruktion individuell und besonders. Vieles hat sich in den letzten fast 150 Jahren verändert, das nicht.“ Geschäftsführung und Betriebsrat bedanken sich für den Besuch der Stadtvertreter und den spannenden Austausch.

Über Donges SteelTec
Donges SteelTec ist führend in der Planung, Herstellung und Montage von Stahlbrücken- und Stahlhochbau-Projekten in Deutschland und über die Landesgrenzen hinaus. Das Unternehmen bietet das komplette Projektmanagement aus einer Hand – von der Planung und statischen Berechnung der Konstruktion bis hin zur Fertigung und Montage.
Seit 2018 ist Donges SteelTec ein Unternehmen der Donges Group. Die Donges Group ist führender Anbieter für Brücken- und Stahlbau sowie Dach- und Fassadensysteme in Europa. Die Unternehmensgruppe besteht aus den Marken Donges SteelTec GmbH, FDT Flachdach Technologie GmbH, Kalzip GmbH, NORDEC OY und Norsilk SAS und beschäftigt rund 1400 Mitarbeiter in über 30 Ländern.

 

2. Bauabschnitt erfolgreich montiert

Mit dem Einhub der Brücke A46 Westring ging für unsere Brückenbauer ein ereignisreicher April zu Ende. In der Nacht vom 25. auf den 26. April wurde der 2. Bauabschnitt der Autobahnbrücke erfolgreich montiert.

Zwei 300 t Krane an den Widerlagern und ein 750 t Kran unterhalb der Brücke sorgten dafür, dass die Stahlbauteile eingehoben werden konnten. Über die bereits im 1. Bauabschnitt gefertigte Brücke wurden die Teile mit Hilfe von Schwertransportern angeliefert, mit zwei Kranen verschwenkt und auf den neuen Pfeilern abgesetzt.

Zuerst erfolgte der Einhub der beiden äußeren Felder, bestehend aus je zwei Hohlkästen mit einer Länge von ca. 37 m.  Dann folgte der Endquerträger und der Querträger am Pfeiler. Somit waren die beiden Hohlkästen miteinander verbunden.

Zum Abschluss wurde die Brücke durch die beiden 18 m langen Mittelbauteile komplettiert, die unterhalb der Brücke angeliefert und mit dem 750 t Kran im Singlehub passgenau eingehoben wurden.

Die Gesamtlänge der dreifeldrigen Stahlverbundbrücke beträgt 105 m bei einer Gesamtüberbaubreite von 36 m. Für die gesamte Stahlkonstruktion des Bauwerks wurden 1000 t Stahl verbaut.

Weiterer Meilenstein erfolgreich abgeschlossen

Der zweite Verschub der Brücke nördlich von Bamberg wurde am Wochenende 17./18.04.2020 von unseren Monteuren erfolgreich abgeschlossen.

Im Zuge des Ersatzneubaus BW93b der BAB A73 Bamberg-Lichtenfels wurde die Stahlkonstruktion (ca. 1.400 t) des Stahlverbundbauwerkes mit Beginn der Sperrpause der Deutschen Bahn am Samstag um 45 m über die B4 und die zu überführende Bahnstrecke verschoben und erreichte planmäßig den Hilfspfeiler.

Am darauffolgenden Sonntag fand der Restverschub mit insgesamt 70 m bis zum Widerlager 40 statt. Während des nächsten Wochenendeinsatzes wurde die Brücke dann auf ihre vorgesehene Endlage um 1,30 m abgestapelt.

Die Stahlverbundbrücke besteht aus zwei getrennten Überbauten (Teilbauwerk 1 Richtungsfahrbahn Lichtenfels und Teilbauwerk 2 Richtungsfahrbahn Bamberg). Die beiden getrennten Überbauten sind antimetrisch gestaltete, geometrisch besonders anspruchsvolle Trogbauwerke aus Stahl mit einer Betonfahrbahnplatte. Die Gesamtlänge der dreifeldrigen Brücke beträgt 150 m bei einer Gesamtüberbaubreite von 37,20 m. Für die gesamte Stahlkonstruktion des Bauwerks werden 2800 t Stahl benötigt.

 

Erfolgreicher Einhub der neuen Eisenbahnbrücke

In Riederich wurden zwei Dickblechbrücken mit einem Einzelgewicht von ca. 37 t auf die neuen Widerlager aufgesetzt. Die Eisenbahnüberführung besteht aus zwei getrennten Überbauten. Jeder Überbau wird als Trogbrücke mit Dickblech ausgeführt. An jeden der beiden Überbauten wird einseitig ein Gehweg angebaut. Die Spannweite der Brücke beträgt ca. 6,10 m, die Konstruktionshöhe 0,8 m. Jeder der Überbauten hat eine Breite von 4,48 m. Die Gehwege haben Breiten von bis zu 1,19 m.

Die Brückenteile wurden auf Zulagestapeln abgesetzt und verbleiben solange auf diesen, bis die Lager vergossen sind. Im Anschluss wurden die Gehwege angebaut.

In diesem Zustand wartet die Brücke jetzt darauf, dass sie gemeinsam mit den beiden Widerlagern in ihre Endposition verschoben werden kann.

Einhub der neuen Eisenbahnüberführung

In der Nacht von Karfreitag auf Samstag fand der Einhub der neuen Eisenbahnüberführung über die Hattenbergstraße in Mainz statt.

Mit zwei 500 t Kranen wurden tagsüber zunächst die Behelfsbrücken demontiert, bevor am Abend mit der Montage der neuen Brücken begonnen werden konnte.

Die Eisenbahnüberführung besteht aus drei getrennten Überbauten. Jeder Überbau ist als Trogbrücke mit Dickblech ausgeführt.  An den beiden äußeren Überbauten ist je einseitig ein Gehweg angebaut. Die Spannweite der Brücken beträgt ca. 22,00 m, die Konstruktionshöhe 1,5 m. Jeder der Überbauten hat eine Breite von ca. 4,50 m. Die Gehwege haben Breiten von bis zu 1,35 m.
Somit ergaben sich Stückgewichte von bis zu 135 t.

Die Brücken wurden auf Zulagestapeln abgesetzt und anschließend die Lager vergossen.

Die Eisenbahnüberführung Hattenbergstraße ist nach der Sperrpause termingerecht in Betrieb gegangen.

Einschwimmen der Mittelsegmente


 

Petersdorfer Brücke, Einschwimmen 2. Bauabschnitt

Der Ersatzneubau „Petersdorfer Brücke“ befindet sich im Zuge der Autobahn A 19 zwischen Berlin und Rostock südwestlich der Ortslage Malchow. Donges SteelTec ist mit dem Abbruch und Ersatzneubau der BAB A19 Brücke über den Petersdorfer See (getrennte Überbauten je Richtungsfahrbahn) betraut. Der 1. Bauabschnitt erfolgte Ende 2018.

Das Einschwimmen des 2. Bauabschnittes der Petersdorfer Brücke startete am 23. März 2020. Zwei Bauteile mit einer Länge von ca. 93m und jeweils 300t müssen von der Vormontagefläche mehrere hundert Meter per Self-Propelled Modular Transporter (SPMT), in der Höhe abgestapelt und auf zwei Schwimmplattformen zum Einschwimmen abgesetzt werden. 

Der Einschwimmvorgang ist hierbei besonders herausfordernd, da die Bauteile des 2. Bauabschnitts nicht einfach unter der Brücke des 1. Bauabschnitts queren können. Dafür ist die lichte Höhe nicht ausreichend. Die Bauteile müssen daher auf dem See gedreht, im Bereich mit der größten lichten Höhe des 1. Bauabschnitts durchgefädelt, zurückgedreht und angehoben werden. Eine technische und logistische Meisterleistung!

Technische Informationen zur Petersdorfer Brücke

Bauart: 3-Feld Stahlverbundbrücke (Doppelverbund)
Gesamtlänge zwischen den Endauflagern: 264,00 m
Krümmungsradius in Bauwerksachse: 4000,00 m
Bauwerksbreite: 32,10 m
Brückenfläche: 8.342,40 m²
Stahlgewicht: 3.570 t